Offener Brief der HSB und der Bad Weather Gruppe

Hamburg: Verschwörungstheorien in der GWA St. Pauli Süd / "Kölibri"

 

Offener Brief an die GWA St. Pauli Süd / "Kölibri" / Zur Filmvorführung von »UNTER FALSCHER FLAGGE«

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

mit großem Befremden haben wir zur Kenntnis genommen, dass in Ihrem Veranstaltungsprogramm für Donnerstag, den 19. Juni, eine Vorführung des Films »Unter falscher Flagge« von Frank Höfer angekündigt ist. Belegen soll dieser Film, dass die New Yorker Twin Towers am 11. 9. 2001 nicht von islamistischen Attentätern zum Einsturz gebracht worden seien – sondern, so wird nahegelegt, von der US-amerikanischen Regierung selber, um einen Krieg gegen ›die islamische Welt‹ führen zu können....

weiter hier >>> [PDF*]"

Berufsverbot für kritischen Mitarbeiter

Hamburg / KZ-Gedenkstätte Neuengamme

KZ-Gedenkstätte Neuengamme: Berufsverbot für kritischen Mitarbeiter

Samstag, 31. Mai, 2008

 

 

Mai 2008

KZ-Gedenkstätte Neuengamme:

Berufsverbot für kritischen Mitarbeiter

 

Solidaritätserklärung des Teams der freien Museumspädagog/innen an der KZ-Gedenkstätte Neuengamme

 

Seit Oktober 1981 besuchten über 1 Millionen Menschen das Gelände und die Ausstellungen der KZ-Gedenkstätte Neuengamme. Die weitaus meisten von ihnen waren und sind Schulklassen, die von gut ausgebildeten und engagiert tätigen Menschen pädagogisch betreut werden. Mit den 1995 und zuletzt 2005 neu eingerichteten Ausstellungen zur Geschichte des KZ Neuengamme und seiner Nachgeschichte und nicht zuletzt aufgrund der erfolgreichen pädagogischen Arbeit stieg die Zahl der Besucher/innengruppen kontinuierlich an.

Den Erfordernissen einer pädagogischen Betreuung insbesondere der Schulklassen wird seit nun schon über zehn Jahren ein Team von Museumspädagog/innen gerecht, die in freier Mitarbeit historische Hintergründe, die Geschichte des Ortes und der Häftlinge vermitteln. Das Team der Freien in Neuengamme setzt sich dabei aus unterschiedlichen Menschen zusammen, wodurch eine abwechslungsreiche, spannende und intensive politische Bildungsarbeit ermöglicht wird, die zur Entwicklung demokratischer Werte wie Respekt, Autonomie und Solidarität beiträgt und damit die Freiheit des Denkens, der Meinung und der Rede stützt.

 

Die KZ-Gedenkstätte Neuengamme hat sich nun dafür entschieden, auch einen Berufssoldaten der Bundeswehr als freien Museumspädagogen zu beschäftigen. Das Team der freien Museumspädagog/innen hält dies für bedenklich und äußerte daher mehrfach den Wunsch, diese Entscheidung unter Einbeziehung des internationalen Häftlingsverbandes Amicale Internationale KZ Neuengamme und der Arbeitsgemeinschaft Neuengamme e.V. mit den Verantwortlichen der KZ-Gedenkstätte Neuengamme zu diskutieren. Dieser Wunsch wurde bislang stets zurückgewiesen.

Als Reaktion auf die monatelange Verweigerung einer Diskussion über die Zusammenarbeit mit der Bundeswehr und den Einsatz eines Soldaten in der Museumspädagogik, und aufgrund der Weigerung der Gedenkstätte, die Verbände der ehemaligen Häftlinge und ihrer Angehörigen an einer solchen Diskussion zu beteiligen, lehnte es nun einer der freien Mitarbeiter vorerst ab, weiterhin selbst Bundeswehrgruppen pädagogisch zu betreuen. Diese zeitweise Ablehnung des seit neun Jahren überaus erfolgreich für die KZ-Gedenkstätte tätigen Pädagogen, der sich außerordentlich großer Wertschätzung seitens der die Gedenkstätte besuchenden Schulklassen und Lehrkräfte erfreut, beantwortete die Gedenkstättenleitung mit dem  Verzicht auf die weitere Mitarbeit . Es wurde die sofortige Sperrung des Kollegen beim für die Vermittlung von Führungen zuständigen Hamburger Museumsdienst veranlasst. Das kommt einem Maulkorb für freie Mitarbeiter/innen gleich und bedeutet eine empfindliche Beschädigung der Möglichkeit zur politischen

Auseinandersetzung an einem Ort, an dem die Notwendigkeit, kritische Fragen zu stellen, größer nicht sein könnte.

Wir solidarisieren uns mit unserem Kollegen, fordern von der KZ-Gedenkstätte Neuengamme die sofortige Aufhebung seiner Sperrung sowie die Einbindung der Häftlingsverbände in notwendig zu führende Gespräche über die Gedenkpolitik und den Einsatz eines aktiven Soldaten als freiberuflichen Museumspädagogen und Repräsentanten der KZ-Gedenkstätte Neuengamme.

Auf erste Proteste des Teams der freien Museumspädagog/innen ist von den Verantwortlichen der KZ-Gedenkstätte für den 11. Juni ein Gesprächstermin anberaumt worden. Nach diesem Gespräch wird klar sein, welchen Weg die KZ-Gedenkstätte Neuengamme hinsichtlich ihres politischen Bildungsauftrages und mit ihrer pädagogischen Arbeit künftig gehen wird und welche Art des Umgangs mit den Häftlingsverbänden und mit kritischen und engagierten Mitarbeiter/innen sich dort etablieren wird.

 

Das Team der freien Museumspädagog/innen an der KZ-Gedenkstätte

 

_______________________________________

- Archiv -

 

Presseerklärung v. Bad Weather : Januar 2004

 

AntifaschistInnen der BAD WEATHER Gruppe und FreundInnen verhinderten am Abend des 3.2. 2004 eine Veranstaltung aus dem Begleitprogramm der Ausstellung „Verbrechen der Wehrmacht -Dimensionen des Vernichtungskrieges 1941 – 1944“. Die Veranstaltung wurde von der KZ Gedenkstätte Neuengamme organisiert und trug den Titel „’Leben mit dem Massengrab’- werden Bundeswehrsoldaten auf psychische Belastungen bei Auslandseinsätzen vorbereitet.“ An dieser Veranstaltung nahmen auch eine ganze Reihe von hochrangigen Bundeswehroffizieren teil. Weiter zur Presseerklärung >>>

   

Text eines Bad Weather Flugblatts aus KONKRET : Februar 2004

 

Es sollte knapp 60 Jahre und zwei Wehrmachtsausstellungen dauern, bis die 55.000 ermordeten KZ-Häftlinge von Neuengamme als Material für psychotherapeutische Zwecke der Nachfolgeorganisation der Wehrmacht eingesetzt werden konnten. Am heutigen Abend soll in Hamburg, unter dem Titel: "Werden Bundeswehrsoldaten auf psychische Belastungen bei Auslandseinsätzen vorbereitet? -'Leben mit dem Massengrab'" darüber diskutiert werden, inwieweit Bundeswehrsoldaten auf die "zunehmenden Auslandseinsätze" vorbereitet werden (Dokumentation am Ende dieses Fugblatts). Weiter zum Text >>>

 

[Update Mai 2008] JustIn Monday Productions

Hinweis: Radiosendung- Neoliberalismus und Autoritärer Staat / Pt. I & Pt. II

 

Neoliberalismus und Autoritärer Staat / Pt. I & Pt. II

 

Part III folgt

 

Vieles kann gemeint sein, wenn in aktuellen linken Debatten vom Neoliberalismus die Rede ist. Während er für die einen hauptsächlich eine Ideologie darstellt, die im Klassenkampf parteiisch auf die Seite des „Großkapitals“ steht, benutzen ihn andere als Begriff, der alle Eigenschaften des aktuellen Zustands der Welt ausdrücken soll. Etwa in der Rede von der „neoliberalen Globalisierung“. Dass er zudem auch in den Sonntagsreden von Pfaffen und Bundespräsidenten umhergeistert, legt nahe, dass damit noch längst nicht alle Bedeutungen erfasst sind. Den verschiedenen Anklagen ist allerdings gemeinsam, dass mit ihnen – entgegen der aktuellen Tendenz zur autoritären Formierung der Gesellschaft - einen „Bedeutungsverlust des Staates“ entweder feststgestellt, oder gar Bedauern darüber ausgedrückt wird. Als Einspruch dagegen soll die Rolle, die nicht zuletzt der faschistische Staat bei der Bildung der neoliberalen Theorie und Praxis spielte, in den Mittelpunkt gerückt werden(...)

 

Part I kann hier downgeloaded werden >>>

 

Part II kann hier downgeloaded werden >>>

 

Offener Brief an die GWA St. Pauli Süd
Hamburg - 17|06|2008
MP3: Neoliberalismus und Autoritärer Staat
Äther - 31|05|2008
ab 22.05. >>> Israel Filmtage von BAD WEATHER
Hamburg - 22|05|2008
Kongress: "Deutschlandwunder" - Wunsch und Wahn
Bremen - 09|05|2008
Hinweis: Radiosendung "Neoliberalismus und Autoritärer Staat
Äther - 26|03|2008
13. Feb. 2008 - Dresden "Selber schuld!"
Dresden - 13|02|2008
29. bis 30. September: Iran Symposium in Wien
Wien - 29|09|2007
BAW durchsucht erneut Wohnungen wg. § 129a Verfahren
Norddeutschland - 13|07|2007
© 2004 by bad weather / hamburg [email]